# Kriegspolitik. Hilfe, Aufrüstung und wirtschaftliche Folgen.

Welche deutschen Mittel gebunden sind, welche Ausgaben im Inland entstehen und wo der Kriegsschock nicht von der politischen Reaktion getrennt werden kann.

Redaktionsstand: 24.09.2026

Auf Grundlage der Kriegspolitikfolgenabschätzung DREIBLOCKBILANZ, mit geprüftem Bundesrahmen und aktualisierter Finanzplanung. Die 445-Milliarden-Zahl wird gegenüber dem Ausgangsmanuskript ausdrücklich als gemischte Krisenfolge eingeordnet.

## Mehr als 100,9 Milliarden Euro – was darin steckt

Die Bundesregierung nennt zum **30. Juni 2026** mehr als **43,3 Milliarden Euro zivile** und rund **57,6 Milliarden Euro militärische Unterstützung** seit Beginn des russischen Großangriffs. Zusammen ergibt das den gerundeten Rahmen von **mehr als 100,9 Milliarden Euro**. Der Betrag verbindet jedoch geleistete Unterstützung mit künftigen Bindungen und unterschiedlichen Instrumenten. Er ist nicht gleichbedeutend mit 100,9 Milliarden Euro bereits in die Ukraine überwiesenem Geld. [[W1]]

Das ist keine sprachliche Nebensache. Eine im Inland finanzierte Unterkunft, ein abgegebenes Waffensystem, eine Garantie und ein mehrjähriger Beschaffungsauftrag erzeugen unterschiedliche Zahlungen und Risiken. Eine ernsthafte Kostenübersicht muss diese Unterschiede zeigen, gerade wenn sie große politische Entscheidungen kritisiert.

## Was die deutsche Reaktion erreichen soll

Die vorhandene Folgenabschätzung unterscheidet Hilfe für die Ukraine, die Absicherung Deutschlands und wirtschaftliche Anpassungsfolgen. Als mögliche Nutzen stehen der Erhalt ukrainischer Handlungs- und Verteidigungsfähigkeit, Abschreckung und eine Verringerung der Erpressbarkeit im Raum. Das sind andere Endpunkte als ein direkter finanzieller Rückfluss an Deutschland. [[A2]]

Ein Sicherheitsziel rechtfertigt aber nicht automatisch jede Summe und jede Beschaffungsform. Geprüft werden muss, welchen zusätzlichen Beitrag eine konkrete Maßnahme leistet, wie belastbar die Annahmen dazu sind und welche günstigeren Alternativen denselben Schutz erreichen könnten. Die Kostenseite kann präzise dargestellt werden, ohne einen nur vermuteten Sicherheitsnutzen als exakt gemessene Rendite zu verkaufen.

Ebenso wichtig ist die Trennung der Ursachen. Die Kosten des russischen Angriffs sind nicht identisch mit den Kosten der deutschen Reaktion. Ein Teil wirtschaftlicher Belastungen hätte auch bei anderer deutscher Politik entstehen können. Nur die zusätzliche oder vermeidbare Differenz gehört in eine kausale Politikkostenrechnung.

## Zivile Hilfe: ein erheblicher Teil entsteht in Deutschland

Die amtliche Übersicht umfasst ausdrücklich auch Bundesleistungen im Zusammenhang mit ukrainischen Schutzsuchenden in Deutschland. In der zivilen Aufstellung sind außerdem **1,3 Milliarden Euro Garantien** enthalten. Beide Punkte begrenzen die Aussage einer pauschalen Geld-für-die-Ukraine-Zahl: Inländische Ausgaben sind keine Überweisung ins Ausland, und eine Garantie ist zunächst eine Risikoübernahme. [[W1]]

Für die öffentliche Kasse kann die Finanzierung von Unterkunft, sozialen Leistungen und Verwaltung eine erhebliche Belastung sein. Für die gesamtwirtschaftliche Bewertung ist zugleich zu berücksichtigen, dass ein Teil der Zahlungen im Inland zu Einkommen wird. Das macht die Leistung nicht kostenlos. Es verhindert lediglich, dass ein inländischer Transfer ohne weitere Prüfung als gleich hoher Verlust deutschen Wohlstands ausgegeben wird.

Auf mittlere Sicht wären Beschäftigung, Steuern, Beiträge und weiterer Bedarf zu bilanzieren. Ein einzelnes Jahresbudget beantwortet keine Lebenszeitrechnung. Umgekehrt dürfen mögliche spätere Einnahmen nicht schon heute ohne Nachweis vollständig gegen tatsächlich angefallene Ausgaben aufgerechnet werden. Eine saubere Darstellung zeigt zunächst Bruttoausgaben und ergänzt belastbare Rückflüsse separat.

## Militärische Hilfe: Zahlung, Material und Bindung

Der militärische Unterstützungsrahmen enthält nach Regierungsangabe neben bereits bereitgestellter Hilfe auch Mittel für kommende Jahre. Deshalb wird er hier als **Rahmen** und nicht als abgeschlossene Ist-Ausgabe bezeichnet. Der Aufwand abgegebener Sachleistungen ist ebenfalls nicht immer mit einem gleich hohen aktuellen Kassenabfluss identisch. [[W1]]

Für die Bewertung eines Waffensystems können unterschiedliche Werte relevant sein: ursprünglicher Anschaffungspreis, heutiger Restwert, Wiederbeschaffungskosten oder militärischer Nutzwert. Diese Werte sind nicht austauschbar. Wird altes Material abgegeben und ein neueres System beschafft, enthält die Neubeschaffung möglicherweise zugleich eine Modernisierung. Die volle Neurechnung ausschließlich als Kosten der früheren Abgabe zu behandeln, kann den zusätzlichen Aufwand überzeichnen.

Auch ein Auftrag an einen deutschen Hersteller ist nicht kostenlos, nur weil das Geld im Inland bleibt. Material, Arbeitszeit, Energie und Kapital werden gebunden. Sie stehen für andere Verwendungen nicht gleichzeitig zur Verfügung. Die richtige wirtschaftliche Frage betrifft diese zusätzliche Ressourcenbindung und den damit erzielten Sicherheitsbeitrag, nicht allein den Sitz des Auftragnehmers.

## Länder, Kommunen und europäische Beiträge

Die Bundesübersicht erfasst nicht sämtliche zusätzlichen Aufwendungen von Ländern und Kommunen und auch nicht alle deutschen Lasten über europäische oder internationale Instrumente. Darauf weist die Regierung selbst hin. Diese Ebenen gehören in eine umfassende Rechnung, lassen sich aber nicht durch einfaches Addieren einer EU-Gesamtsumme ergänzen. [[W1]]

Zahlt der Bund an ein Land, das damit eine Kommune finanziert, handelt es sich um einen Finanzierungsweg, nicht um drei unabhängige gesellschaftliche Kostenblöcke. Dasselbe Problem entsteht, wenn eine europäische Übersicht bereits bilaterale Mitgliedstaatenhilfen enthält. Für Deutschland braucht es eine instrumentenspezifische Zuordnung: deutscher Beitrag, Zahlungsjahr, Empfänger, Rückzahlungsanspruch und bereits anderweitig erfasster Anteil.

Im Kostenregister bleiben nicht konsolidierte Ebenen ausdrücklich offen. Die fehlende belastbare Summe bedeutet nicht, dass keine Kosten entstehen. Sie bedeutet, dass die Rechnung ohne zusätzliche Daten nicht redlich präzisiert werden kann.

## Die zweite große Ebene: der Verteidigungshaushalt

Die im Juli 2026 veröffentlichte Finanzplanung nennt für den **Verteidigungs-Kernhaushalt 2026 rund 82,7 Milliarden Euro**. Für 2027 stehen im Regierungsentwurf **109,7 Milliarden Euro**, für 2028 bis 2030 im Finanzplan **153,9**, **162,9** und **183,7 Milliarden Euro**. Es handelt sich um Soll-, Entwurfs- und Planwerte, nicht um bereits festgestellte Ausgaben dieser Jahre. Sondervermögen und die breitere NATO-Abgrenzung sind damit nicht vollständig abgebildet. [[W2]]

Diese Zahlen zeigen eine andere Art von Belastung als bilaterale Hilfe: die langfristige Bindung öffentlicher Mittel für eigene Verteidigungsfähigkeit. Der gesamte Verteidigungshaushalt ist aber nicht durch den Ukrainekrieg verursacht. Ein Grundbedarf an Landes- und Bündnisverteidigung bestünde auch ohne diesen Krieg. Hinzu können Nachholbedarf, Preissteigerungen und veränderte Beschaffungsentscheidungen kommen.

Wer kriegsbedingte Mehrkosten beziffern will, muss einen begründeten Alternativpfad abziehen. Ein nominal eingefrorener Vorkriegsetat erzeugt eine andere Differenz als ein preisbereinigter oder bereits vorher wachsender Etat. Die Wahl dieser Vergleichslinie ist ein wesentliches Ergebnis der Modellierung, keine neutrale buchhalterische Tatsache.

## Was aus der Dreiblöcke-Rechnung übernommen wird

Das Ausgangsmanuskript bildet einen eigenen Vergleich: Für 2024 bis 2030 stehen darin Ressourcenansätze von zusammen rund **906,3 Milliarden Euro** einem angenommenen, jährlich um zwei Prozent wachsenden Vorkriegspfad von rund **370 Milliarden Euro** gegenüber. Die Differenz beträgt **536,3 Milliarden Euro**. Diese Rechnung bleibt in der Webfassung als dokumentiertes **Szenario der früheren Folgenabschätzung** auffindbar, nicht als neue amtliche Rechnung und nicht als bereits gezahlte Kriegskosten. [[A2]]

Gerade weil sie Ist, Soll und künftige Planung berührt, darf die Szenariodifferenz nicht einfach zur Ukraine-Hilfe addiert werden. Außerdem ist zu prüfen, welche Ersatzbeschaffungen und Sicherheitsausgaben schon in anderen Positionen enthalten sind. Die aktualisierte Kernausgabenreihe wird daher separat ausgewiesen; aus beiden Reihen wird keine Mischsumme erstellt.

Der methodische Nutzen des Szenarios besteht darin, die Größenordnung unterschiedlicher politischer Pfade sichtbar zu machen. Für eine tatsächliche Haushaltsschlussrechnung ersetzt es weder Jahresabschlüsse noch eine Prüfung, welcher Teil der Veränderung ursächlich auf die neue Politik entfällt.

## Wirtschaftliche Folgen: warum 445 Milliarden keine reine Kriegskostenrechnung sind

Die IW-Studie beziffert die wirtschaftliche Lücke für **2022 bis 2024** auf insgesamt **445 Milliarden Euro**. Sie beschreibt ausdrücklich eine Überlagerung von Pandemienachwirkungen, Ukrainekrieg und geopolitischen Anpassungslasten. Die frühere Einordnung dieser ganzen Summe als alleiniger deutscher Kriegsschock wird deshalb korrigiert. Noch weniger lässt sich der gesamte Betrag deutschen Sanktionen oder Waffenhilfen zurechnen. [[I1]]

Für die Bürger ist die wirtschaftliche Lücke trotzdem relevant: Sie beschreibt ausgefallene Wertschöpfung gegenüber einem modellierten Alternativverlauf. Ihre politische Zurechnung benötigt aber eine weitere Untersuchung. Welche Preisänderung wäre ohne Krieg eingetreten? Welcher Teil folgte aus Lieferausfällen, welcher aus politischen Entscheidungen, welcher aus anderen globalen Entwicklungen? Ohne diese Trennung wird aus einer großen Zahl keine belastbare Verantwortungsbilanz.

Ein Entlastungspaket beantwortet diese Frage ebenfalls nicht. Bezuschusst der Staat eine hohe Energierechnung, werden Kosten zwischen Verbrauchern und öffentlicher Hand verteilt. Der Zuschuss ist nicht nochmals derselbe zusätzliche Schaden, der bereits durch den teureren Energiebezug entstand. Bei gesamtwirtschaftlichen Summen ist auch zu prüfen, ob Produktions- und Kaufkrafteffekte bereits enthalten sind.

## Kredite und Zinsen: was später aufläuft

Eine kreditfinanzierte Ausgabe kann über Jahre Finanzierungskosten auslösen. Das muss sichtbar bleiben. Die Kreditaufnahme selbst darf aber nicht zur damit finanzierten Ausgabe addiert werden. Sonst würde ein 100-Euro-Kauf durch Finanzierung plötzlich als 200-Euro-Belastung erscheinen, noch bevor überhaupt Zinsen angefallen sind.

Ein rein rechnerisches Beispiel: 100 Milliarden Euro konstant ausstehende Schulden verursachen bei angenommenen drei Prozent Zins jährlich drei Milliarden Euro Zinsaufwand. Über zehn Jahre wären das ohne Tilgung und ohne Zinsänderung 30 Milliarden Euro. Das ist keine Prognose für die deutsche Ukrainepolitik. Es zeigt, welche Annahmen für eine echte langfristige Finanzierungsrechnung notwendig wären.

Bei Garantien braucht es ebenfalls eine gesonderte Risikorechnung: Nennwert, Laufzeit, Ausfallwahrscheinlichkeit, mögliche Rückgewinnung und Entgelt. Eine Garantie kann eine erhebliche Verpflichtung sein, ohne dass ihr voller Nennbetrag jemals ausgezahlt wird. Sie ist weder kostenlos noch automatisch ein sicherer Verlust.

## Der mögliche Nutzen lässt sich nicht am Umsatz messen

Steigende Rüstungsproduktion ist ein wirtschaftlicher Aktivitätseffekt, aber noch keine vollständige Nutzenbilanz. Entscheidend ist, welche zusätzlichen Schäden durch die geschaffene Fähigkeit vermieden werden. Dieselbe Prüfung gilt für zivile Resilienz, Energieunabhängigkeit und Schutzinfrastruktur. Je mehr Zwecke eine Ausgabe erfüllt, desto wichtiger ist eine begründete Aufteilung.

Auch ein nicht eingetretenes Ereignis beweist nicht, dass Vorsorge unnötig war. Eine Versicherungsleistung kann sinnvoll sein, gerade wenn der versicherte Schaden ausbleibt. Umgekehrt ist die bloße Möglichkeit eines sehr großen Schadens kein Beweis, dass jedes beliebige Sicherheitsbudget wirtschaftlich ist. Maßgeblich sind die durch eine konkrete Maßnahme veränderte Eintrittswahrscheinlichkeit und Schadenshöhe.

Die in der ursprünglichen Folgenabschätzung verwendeten Risikoszenarien werden deshalb nicht als gemessene Wahrscheinlichkeiten übernommen. Sie können zeigen, unter welchen Annahmen eine Maßnahme rechnerisch gerechtfertigt wäre. Sie können diese Annahmen nicht selbst beweisen.

## Die Rechnung bleibt getrennt

**Unterstützung für die Ukraine, eigene Verteidigung, wirtschaftlicher Kriegsschock und Finanzierung sind vier unterschiedliche Konten.** Die amtlichen Teilwerte und die modellierten Folgekosten stehen sichtbar nebeneinander. Die Übersicht bildet daraus bewusst keine vermeintlich exakte Billionensumme.

Unsere Forderung ist eine jährliche, konsolidierte Darstellung: Was wurde ausgezahlt? Was ist nur vorgesehen? Welche Leistungen entstanden in Deutschland? Welche Risiken sind noch offen? Welche Vermögenswerte wurden geschaffen? Welcher Sicherheitsgewinn wird behauptet, und welche Alternativen wurden mit welchem Preis geprüft?

**Wer langfristig Milliarden bindet, muss auch langfristig Rechenschaft ablegen.** Der Ernst einer Sicherheitslage beendet diese Pflicht nicht.

## Kostenpositionen

W01 – Bilateraler Unterstützungsrahmen insgesamt
>100,9 Mrd. € · Seit Februar 2022; Stand 30.06.2026
Geleistet und künftig gebunden; Bund
43,3 zivil plus 57,6 militärisch, gerundet. Inlandsleistungen, Garantien, Sachleistungen und Zukunftsmittel enthalten. [W1]

W02 – Zivile Unterstützung im Bundesrahmen
>43,3 Mrd. € · Stand 30.06.2026
Gemischter Teilbetrag; Bund
In mehr als 100,9 Mrd. Euro enthalten; umfasst auch Leistungen im Inland und Garantien. [W1]

W03 – Militärische Unterstützung im Bundesrahmen
Rund 57,6 Mrd. € · Stand 30.06.2026
Gemischter Teilbetrag; Bund
In Gesamtbetrag enthalten; umfasst auch bereitgestellte Mittel für kommende Jahre. [W1]

W04 – Garantien in der zivilen Übersicht
1,3 Mrd. € · Stand 30.06.2026
Haftungsrahmen / Teilbetrag; Bund
Kein sicherer Zahlungsausfall; bereits im zivilen Unterstützungsrahmen enthalten. [W1]

W05 – Verteidigungs-Kernhaushalt
82,7 Mrd. € · 2026
Haushalts-Soll; Bund
Nicht gesamte Ukraine-Hilfe, nicht gesamte NATO-Abgrenzung und nicht vollständig kriegsbedingte Zusatzkosten. [W2]

W06 – Verteidigungs-Kernhaushalt
109,7 Mrd. € · 2027
Regierungsentwurf; Bund
Entwurf vom Juli 2026, kein abgeschlossener Jahresaufwand; Sondervermögen separat. [W2]

W07 – Verteidigungs-Kernhaushalt
153,9 Mrd. € · 2028
Finanzplan; Bund
Künftiger Planwert, nicht bereits gezahlt. Keine reine Kriegspolitik-Mehrkostenzahl. [W2]

W08 – Verteidigungs-Kernhaushalt
162,9 Mrd. € · 2029
Finanzplan; Bund
Künftiger Planwert; nicht mit Ist-Ausgaben und Hilfezusagen zu einer Schadenssumme addieren. [W2]

W09 – Verteidigungs-Kernhaushalt
183,7 Mrd. € · 2030
Finanzplan; Bund
Künftiger Planwert; regulärer Grundbedarf und Vermögensaufbau enthalten. [W2]

W10 – Zusatzmobilisierung gegenüber einem 2-Prozent-Vorkriegspfad
536,3 Mrd. € · 2024–2030, Ausgangsmanuskript
Eigenes Vergleichsszenario; Bundeswehr-Ressourcenansätze
906,3 minus rund 370 Mrd. Euro. Historisches Manuskriptszenario; nicht amtlich, nicht kausal gemessen und nicht bereits ausgegeben. [A2]

W11 – Länder-/Kommunalausgaben und deutscher EU-Anteil
Offen · Seit 2022
Nicht konsolidierte Zusatzebenen; Länder / Kommunen / EU-Finanzierung
Bundesübersicht nicht vollständig. Ohne Instrumentenzuordnung hohe Doppelzählungsgefahr. [W1, A2]

G01 – Überlagerte Wirtschaftsausfälle: Pandemie und Geopolitik
445 Mrd. € · 2022–2024
Gegenfaktualschätzung; Gesamtwirtschaft
100 plus 145 plus 200 Mrd. Euro. Einmal erfasst, nicht vollständig Corona oder Kriegspolitik zugeordnet; kein zusätzlicher Haushaltsabfluss. [I1]

## Quellen

[W1] Bundesregierung – Bilaterale Unterstützungsleistungen Deutschlands für die Ukraine (Stand 30.06.2026).
Mehr als 43,3 Mrd. Euro zivil und rund 57,6 Mrd. Euro militärisch. Inländische Flüchtlingsausgaben, Sachleistungen und künftige Bindungen enthalten; 1,3 Mrd. Euro Garantien in der zivilen Übersicht. Dateiname April, maßgeblich ist der im Dokument genannte Stand Juni.
https://www.bundesregierung.de/resource/blob/2196306/2423058/638f561df075bd77954cdcf309270231/2026-04-24-ukraine-unterstuetzung-data.pdf?download=1

[A2] Projektarchiv / vorhandene Folgenabschätzung – Russland–Ukraine-Krieg: Folgenabschätzung Deutschland – DREIBLOCKBILANZ (September 2026).
Arbeitsgrundlage: Russland_Ukraine_Krieg_Folgenabschaetzung_Deutschland_2026_FINAL_DREIBLOCKBILANZ.docx, insbesondere S. 2–5 und 10–17. Eigene Szenarien sind keine amtlichen Kosten- oder Risikofeststellungen.
Projektarchiv / keine öffentliche Downloadadresse.

[W2] Bundesfinanzministerium – Government draft of the 2027 federal budget and financial plan to 2030 (06.07.2026).
Kernhaushalt Verteidigung: 2026 82,7; Entwurf 2027 109,7; Finanzplan 2028 153,9; 2029 162,9; 2030 183,7 Mrd. Euro. Planwerte, keine abgeschlossenen Jahresausgaben; nicht deckungsgleich mit Sondervermögen und gesamter NATO-Abgrenzung.
https://www.bundesfinanzministerium.de/Content/EN/Pressemitteilungen/2026/2026-07-06-government-draft-2027-federal-budget.html

[I1] Institut der deutschen Wirtschaft / Michael Grömling – Wie hoch sind die Verluste durch Pandemie und Krieg? IW-Report 10/2025 (05.03.2025).
S. 10: 185 + 105 = 290 Mrd. Euro 2020/2021; 100 + 145 + 200 = 445 Mrd. Euro 2022–2024 als überlagerte Krisenfolgen. S. 12–13: 525 Mrd. Euro für die ersten 20 Quartale nach Q2/2008. Preisbereinigte Gegenfaktualmodelle, keine Haushaltsabrechnungen.
https://www.iwkoeln.de/fileadmin/user_upload/Studien/Report/PDF/2025/IW-Report_2025-Kosten-der-Krisen.pdf